Fördermittel in Höhe von insgesamt 3.022.000 Euro hat die Verbandsgemeinde Aar-Einrich aus dem Regionalen Zukunftsprogramm „Regional.Zukunft.Nachhaltig.“ des Landes Rheinland-Pfalz für strukturschwache Regionen erhalten.
Am vergangenen Samstag übergab nun Bürgermeister Lars Denninghoff die Bewilligungsbescheide an die verbandsgemeindeangehörigen Ortsgemeinden und die Stadt Katzenelnbogen und gab damit den Startschuss für die Projekte, die die Gemeinden in den kommenden drei Jahren umsetzen können. Mit den bewilligten Mitteln werden rund 250 Maßnahmen im Bereich der Verbandsgemeinde Aar-Einrich gefördert. Zwei Drittel der Förderung kommen den Ortsgemeinden zugute.
Einen großen Raum nimmt die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und die energetische Sanierung von gemeindeeigenen Gebäuden in den Ortsgemeinden ein. So sind zum Beispiel in der Ortsgemeinde Flacht rund 107.000 Euro für die Umstellung der Heizungsanlage in der Aartalhalle auf eine Luft-Wärme-Pumpe und in der Ortsgemeinde Hahnstätten rund 90.000 Euro für den Austausch der Fenster im Dorfgemeinschaftshauses vorgesehen. In der Stadt Katzenelnbogen fließen rund 100.000 Euro in Maßnahmen zur Radverkehrsführung am Schwimmbadweg nach Ebertshausen.
Die Verbandsgemeinde Aar-Einrich plant unter anderem, rund 220.000 Euro für die Beschattung der in ihrer Trägerschaft befindlichen Grundschulen in Hahnstätten, Niederneisen und Katzenelnbogen sowie 170.000 Euro für den barrierefreien Umbau mit Aufzügen und Rampen in den Grundschulen Katzenelnbogen und Niederneisen, 150.000 Euro für einen barrierefreien Zugang zur Kindertagesstätte Mittelfischbach sowie 170.000 Euro für die energetische Sanierung des Daches auf dem Verwaltungsgebäude in Katzenelnbogen einzusetzen.
Das Regionale Zukunftsprogramm „Regional. Zukunft. Nachhaltig.“ wurde im Februar 2025 vom rheinland-pfälzischen Landtag beschlossen und ist mit einem Gesamtbudget von 200 Millionen Euro ausgestattet. „Mit dem Regionalen Zukunftsprogramm unterstützt das Land Rheinland-Pfalz gezielt die nachhaltige Entwicklung von Regionen und Kommunen, die vor strukturellen Herausforderungen stehen. Die Verbandsgemeinden, die Fördermittel aus dem Programm erhalten, nutzen die finanziellen Mittel unter anderem dazu, langfristig Energiekosten zu senken und ihre Infrastruktur für die Zukunft zu stärken. So werden etwa Schulhöfe neugestaltet, Sportanlagen saniert und die Digitalisierung in den Gemeinden vorangebracht“, sagte Innenminister Michael Ebling in der Pressemitteilung des Innenministeriums.
Die Zahl der bewilligten Einzelmaßnahmen variiert je nach Kommune und der individuellen Schwerpunktsetzung. Im Durchschnitt fließt rund die Hälfte der Fördermittel in Projekte zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur und des gesellschaftlichen Zusammenhalts vor Ort. Die übrigen Mittel kommen Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung sowie Projekten zur wirtschafts-, agrar- und verkehrsstrukturellen Entwicklung zugute.
Bereits im vergangenen Monat haben aus dem Rhein-Lahn-Kreis die Verbandsgemeinden Loreley und Nastätten die Förderbescheide von Staatssekretär Daniel Stich erhalten. Auch der Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau werden Mittel aus dem Förderprogramm zur Verfügung gestellt.
Foto: VG Aar-Einrich/Christopher Kahl
Text: VG Aar-Einrich/Doris Weyand
