Katzenelnbogen.
Da hatten Rektor Peter Gräber, Konrektor Frank Schmidt und die Lehrerin Christina Justi ein richtig gutes Gespür. Schulen in Deutschland werden zu verschiedenen Veranstaltungen oder Angeboten angeschrieben. Irgendwann gab es auch die Möglichkeit, sich für das Mobile Futurium anzumelden. Ein Forschungsprojekt, welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird. Es fährt schon seit März 2024 durch Deutschland, hat mittlerweile 70 Schulen besucht. Die Initiatoren legen Wert darauf, dass es in ländlichen Gebieten Station macht. Auf dem Land haben die jungen Leute weniger Möglichkeiten, Museen zu besuchen oder sich zu interessanten Themen unkompliziert zu informieren. Bis März 2026 fährt es noch, dieses Mobile Futurium. Katzenelnbogen und seine 750 Schüler hatten richtig Glück.
Kinder und Jugendliche spüren instinktiv, dass sich Zukunft zwischen Ungewissheiten und Möglichkeiten bewegt. Gleichzeitig leben sie oft schon mehr in der Zukunft als die Erwachsenen. Sie setzen bereits Trends, indem sie neue Technologien selbstverständlich nutzen und neue Kulturen der Kommunikation in digitalen Netzwerken schaffen. Vor allem jüngere Kinder sind fasziniert von KI und Robotics.
So wurde Katzenelnbogen in der Realschule plus und der Fachoberschule im Einrich Schauplatz dieses innovativen Projekts. Dieses einzigartige Konzept ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, die Herausforderungen und Chancen der Zukunft auf spielerische und interaktive Weise zu erkunden. In einer Zeit, in der sich die Welt rasant verändert, ist es wichtiger denn je, junge Menschen auf die kommenden Entwicklungen vorzubereiten. Themen wie Globalisierung, Digitalisierung, Klimakrise und gesellschaftliche Polarisierung prägen unsere Gegenwart und natürlich die Zukunft. Das Mobile Futurium bietet eine Plattform, um diese Herausforderungen aktiv anzugehen und kreative Lösungsansätze zu entwickeln.
Die Schüler hatten die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen. Diese Workshops dauerten zwischen zwei und sechs Unterrichtsstunden und deckten zentrale Themen wie Demokratie, Mobilität, Energie, Arbeit, Gesundheit, Bildung, Umwelt oder Ernährung ab. Ein Team von sechs engagierten Mentoren – aber auch Lehrkräfte -, betreute und inspirierte die Schüler in kleinen Gruppen.
Bei dem Workshop rund um zukünftige Mobilität waren aktuelle Mobilitätsherausforderungen im Alltag der Schüler gefragt, Lösungen und Innovationen aus dem Bereich des autonomen Fahrens wurden entwickelt. Max Denninghoff, Tylor Wallrabensein und Louis Youssef durchdachten und entwarfen einen Bus, der mit Wasserstoffantrieb fährt.
Im Workshop mit dem Hauptthema „Umwelt“ betrachteten Jascha Tremper und Emil Hardt mit VR-Brillen – das „vr“ steht für virtuelle Realität – einen Park ohne Müll.
Sehr interessant waren alle Themen und die Begeisterung der jungen Leute, eigene Ideen und Vorschläge in die Gestaltung einbringen zu können.
Textquelle: Uschi Weidner
