Katzenelnbogen / Aar-Einrich.
Am Samstag, den 09.05.2026, fand in der Verbandsgemeinde Aar-Einrich eine groß angelegte Einsatzübung zum Thema Waldbrand, sowie mehrere reale Brandeinsätze statt.
Um 08:33 Uhr wurden die Feuerwehren Katzenelnbogen und Allendorf gemeinsam mit der Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) zu dem Übungseinsatz mit dem Stichwort B2 unklare Rauchentwicklung aus einem Wald in Katzenelnbogen alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde eine starke Rauchentwicklung aus einer Schutzhütte festgestellt. Im weiteren Verlauf ergab sich die Lage, dass sich zwei Jugendliche einer anwesenden Jugendgruppe im Inneren der Schutzhütte befanden und zwei weitere Jugendliche als vermisst galten. Zudem hatte sich der Brand bereits auf die angrenzende Vegetation ausgebreitet.
Aufgrund der dynamischen Lage erfolgte durch den stellvertretenden Wehrleiter der Verbandsgemeinde Aar-Einrich und Übungsleiter, Herrn Carsten Rübsamen, eine Alarmstichworterhöhung auf B3.08 Vegetationsbrand groß. Daraufhin wurden die Facheinheiten Vegetationsbrand (Niederneisen, Mudershausen, Gutenacker, Bremberg, Niedertiefenbach, Roth sowie die Feuerwehren Oberneisen, Hahnstätten und Schönborn) der Verbandsgemeinde Aar-Einrich hinzualarmiert.
Ergänzend wurde die Feuerwehr Dörsdorf zur Einrichtung eines Bereitstellungsraumes eingesetzt um die Vielzahl an anrückenden Einsatzfahrzeugen primär zusammenzufassen und gezielt in den Einsatz abrufen zu können. Zudem erfolgte die Alarmierung des Waldbrandzuges des Rhein-Lahn-Kreises, der ab Alarmstufe 3 kreisweit vorgesehen ist.
Dieser besteht aus mehreren Komponenten die in verschiedenen Feuerwehreinheiten des Rhein-Lahn-Kreises, u.a. in Katzenelnbogen verteilt sind. Der Waldbrandzug verfügt über Spezialfahrzeuge zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung, speziell ausgebildetes ehrenamtliches Personal für diese Aufgabe sowie Spezialgeräte zur Waldbrandbekämpfung.
Insgesamt wurden drei Einsatzabschnitte gebildet. Die Löschwasserentnahme wurde über das Hydrantensystem in Allendorf entnommen und mittels Tanklöschfahrzeugen über mehrere Kilometer zur Einsatzstelle in den Wald Nahe dem Steinbruch Katzenelnbogen transportiert.
An der Einsatzstelle wurden zwei Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von je 20.000 Litern aufgebaut um das durch die Tanklöschfahrzeuge transportierte Wasser zwischenzuspeichern und gezielt verteilen zu können. Gegen 13:00 Uhr konnten alle Übungsszenarien erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Übung wurde durch den stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Rhein-Lahn-Kreises, Herrn Lars Ritscher, sowie den Wehrleiter der Verbandsgemeinde Aar-Einrich, Herrn Johannes Mack, beobachtet.
Beide würdigten die Einsatzbereitschaft der rund 100 teilnehmenden Kräfte sowie die sehr gute Zusammenarbeit der Einheiten aus dem gesamten Rhein-Lahn-Kreis. Auch Herr Carsten Rübsamen dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und zeigte sich als Einsatzleiter zufrieden.
An der Übung nahm zudem die zuständige Revierförsterin teil, um die Einsatzkräfte mit forstfachlichen Informationen zu unterstützen.
Noch während der anschließenden Übungsnachbesprechung wurden die Feuerwehren Katzenelnbogen und Allendorf zu einem Einsatz mit dem Stichwort B2 – Rauchentwicklung aus Gebäude in Katzenelnbogen alarmiert. Ursache war ein Brand auf einem Balkon der zu einer Beschädigung der Außenfassade führte. Die Einsatzkräfte löschten den Brand ab, kontrollierten das Gebäudeinnere auf eine mögliche Brand- und Rauchausbreitung.
Erstmaßnahmen zur Brandbekämpfung erfolgten durch den ebenfalls an diesem Tag, in unmittelbarer Nähe, im Feuerwehrgerätehaus Katzenelnbogen stattfindenden Atemschutzgeräteträgerlehrgang, der eigenständig auf den Brand aufmerksam wurde.
Weitere Maßnahmen waren nicht erforderlich. Der Einsatz konnte nach etwa einer Stunde beendet werden.
Bereits um 07:43 Uhr waren die genannten Einheiten zudem zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage (B2) alarmiert worden. Die Auslösung erfolgte infolge von Schweißarbeiten. Nach der Kontrolle des betroffenen Bereiches waren keine weiteren Gefahrenabwehrmaßnahmen erforderlich.
Zum Abschluss des Tages wurden die eingesetzten Kräfte der Waldbrandübung durch den Förderverein der Feuerwehr Katzenelnbogen an der Realschule Katzenelnbogen mit einem Imbiss versorgt.
Die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Aar-Einrich dankt allen beteiligten Einsatzkräften für ihren ehrenamtlichen Einsatz und die professionelle Abarbeitung der Übung sowie der realen Einsatzlagen.
Ein weiterer Dank an den stellvertreten Wehrführer der Feuerwehr Katzenelnbogen, Herrn Julian Diehl und Herrn Sebastian Pfeifer für die sehr arbeitsintensive Ausarbeitung und Vorbereitung der Übung.
Textquelle: Johannes Mack, Wehrleiter der Feuerwehren VG Aar-Einrich
Bildquelle: Feuerwehr Stadt Katzenelnbogen
