Spende aus der Veranstaltung „Kunst im Garten“

Klingelbach.

Einen Beitrag zu den Kosten, die Biga und Dieter Kruse haben, leisteten die 20 Künstler, welche im Juli bei der Veranstaltung „Kunst im Garten“ in Klingelbach ihre Werke ausstellten. Conny und Peter Lisek konnten am Donnerstag 865 Euro in die Tierauffangstation nach Klingelbach bringen.

Das Anwesen, die liebevolle Betreuung sind das eine, teils spektakuläre Rettungsgeschichten, denen man bei den Kruses stundenlang zuhören könnte, das andere. Zu erfahren ist auch, wie die Störche zu ihren Horsten auf den Masten gekommen sind und was sie am liebsten fressen. Auch viel Wissenswertes über die Lebensgewohnheiten der Tiere und ihre Auswilderung.  Die beiden opfern sich gerne für die Pfleglinge auf, investieren viel Zeit und ihr privates Geld. Unterstützung bekommen sie von vielen Seiten, aber es ist klar: Die zurzeit 32 Störche, davon 9 Bruchpiloten, die durch Flügelverletzungen nicht mehr fliegen können und deshalb einen Lebensplatz in der Mühle bekommen haben, wollen jeden Tag verköstigt werden. Tiefgefrorenes Futter, im Moment monatlich 500 Kilo, steht für die Tiere bereit. Gefrostete Küken, Mäuse und Fische, Sprotten werden einmal im Monat geliefert. Drei riesige Tiefkühltruhen und ein Gefrierschrank sind vorhanden.

Mittlerweile ist die Klingelbacher Mühle – korrekt: „Wildtierstation Klingelbacher Mühle“, vom Veterinäramt geprüft und anerkannt, so bekannt, dass immer mehr Menschen hilfsbedürftige Tiere dort abgeben – und Biga und Dieter Kruse sagen so gut wie nie Nein.  Zur Zeit leben ca. 140 Tiere dauerhaft bei ihnen.

Immer wieder gibt es Neues: In wenigen Tagen werden 15 der 23 Jungstörche die Gelegenheit haben, aus ihrer 35 Meter langen Flugvolieren in die „Freiheit“ zu fliegen. Sie können jederzeit wiederkommen. Biga Kruse sagt: „Sie sind es gewohnt, hier ihr Futter „serviert“ zu bekommen, aber sie müssen lernen, auch in der Freiheit Nahrung zu finden.“

Und übrigens: Biga und Dieter Kruse haben den Traum, dass Klingelbach ein Storchendorf wird. Brütende Störche auf den 3 Storchenhorsten hinter der Mühle – das wäre ein toller Anfang.

Zu dem Foto:

In den Beuteln sind zwei der drei Kängurubabys zu sehen, die die Kruses dieses Jahr aufgezogen haben. Cody (11 Monate) und die kleine Maggie (6 Monate), benannt nach Maggie Simpson, weil beide ihren Schnuller so sehr lieben.

Bild- und Textquelle: Uschi Weidner