Der Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Aar-Einrich hat sich in seiner Sitzung am 19. Februar 2026 mit mehreren wichtigen Themen befasst, die ältere Menschen in der Region unmittelbar betreffen.
Ein Schwerpunkt war die Entwicklung im Bereich Pflege, Demenz und Palliativversorgung. Aus dem Netzwerk Demenz wurde berichtet, dass es derzeit personelle Veränderungen und eine Neuordnung gibt. Gleichzeitig wurde auf kommende Informationsangebote hingewiesen, darunter eine Online-Schulung zum Thema Demenz sowie ein Vortrag zu Leistungen der Pflegeversicherung.
Breiten Raum nahm auch das Thema Palliativversorgung im Aar-Einrich ein. Vorgestellt wurde, wie sich die Versorgung im Rhein-Lahn-Kreis derzeit zusammensetzt: durch spezialisierte ambulante medizinische Versorgung, stationäre Angebote und ambulante Hospizbegleitung. Dabei wurde deutlich, dass es in der Verbandsgemeinde Aar-Einrich bislang keine eigene ehrenamtliche Hospizbegleitung gibt. Der Seniorenbeirat sieht hier Handlungsbedarf und will weitere Informationen einholen, um Verbesserungen anzustoßen.
Ein weiteres Thema war die Situation rund um Gemeindeschwesterplus und Pflegestützpunkte. Berichtet wurde, dass die Förderung für den Rhein-Lahn-Kreis vollständig von der Verbandsgemeinde Loreley genutzt werde. Zudem blieb die Ausschreibung für Pflegestützpunkte in Lahnstein und Bad Ems bislang ohne Bewerbungen. Der Vorsitzende informierte darüber, dass er hierzu bereits Gespräche und Anfragen auf Landesebene angestoßen hat.
Vorgestellt wurde außerdem die überarbeitete Präsentation zum Projekt „Altern im Aar-Einrich“, die Anfang März im Ausschuss für Jugend, Kultur, Soziales und Sport präsentiert wird.
Im Bereich der praktischen Seniorenarbeit berichtete der Beirat über laufende und geplante Vorhaben. Dazu gehört eine Informationsveranstaltung zum neuen Bestattungsgesetz am 12. März 2026 im Einrichmuseum in Katzenelnbogen. Außerdem wird an einer einheitlichen Notfallmappe für die Verbandsgemeinde gearbeitet. Die geplante Seniorendisco wird vorerst nicht weiterverfolgt, da die Resonanz auf eine Umfrage zu gering ausgefallen ist. Für eine Schulung zum digitalen Archiv sollen demnächst mehrere Termine bekanntgegeben werden.
Aus dem Umfeld des Vereins Die Brücke wurde über die anstehende Mitgliederversammlung sowie über verschiedene Reiseangebote informiert. Positiv hervorgehoben wurde, dass sich beim Versand von Mitgliederschreiben künftig Aufwand und Kosten reduzieren lassen.
Unter dem Punkt Sonstiges stellte der Vorsitzende den Jahresbericht 2025 des Seniorenbeirats vor. Dieser wird Anfang März zunächst im zuständigen Ausschuss und anschließend im Verbandsgemeinderat als Rechenschaftsbericht vorgestellt.
Zudem wurde angeregt, die Bevölkerung im Mitteilungsblatt verstärkt über Betrugsformen am Telefon, etwa den Enkeltrick oder falsche Hinweise auf angebliche Sparguthaben, zu informieren.
Der Seniorenbeirat setzt damit seine Arbeit an zentralen Fragen des Älterwerdens in der Verbandsgemeinde fort und greift sowohl soziale als auch ganz praktische Alltagsthemen auf.
