Fröhliche Einweihung nach Sanierung der Kita Gänseblümchen in Oberneisen

Fröhliche Einweihung nach Sanierung der Kita Gänseblümchen in Oberneisen

Oberneisen.

„Manchmal merkt man erst, was man hat, wenn man es nicht mehr hat“, sagte der stellvertretende Dekan des Dekanats Nassauer Land Pfarrer Christian Dolke zu Beginn der Andacht, mit der neun Monate nach einem verheerenden Wasserschaden die evangelische Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ in Oberneisen wieder eröffnet wurde. Die erstrahlt jetzt in noch hellerem Glanz als zuvor, was das Kita-Team, Kinder und Eltern mit fröhlichen Liedern zum Feiern brachte.

Dolke, im Dekanat zuständig für die Trägerschaft von 14 evangelischen Kindertagestätten, erinnerte an die Alpträume mit wütenden Vorwürfen, die ihm die Nachricht von den Ausmaßen des Wasserschadens zum Weihnachtsfest 2018 beschert habe. „In der Realität passierte genau das Gegenteil“, so Dolke. Eine engagierte Kita-Leitung habe den Urlaub abgebrochen und in nur vier Tagen stand ein Notfallplan für die Unterbringung der Kinder nach den Weihnachtsferien. Es habe keine Beschwerden gegeben und für geänderte Öffnungszeiten und die Ausweichquartiere in Gemeindehaus und der Kita in Burgschwalbach, die für die Nachbarkinder die Türen öffneten, hätten die Eltern Verständnis gezeigt. „Liebe, Freude, Geduld und Freundlichkeit“ prägten die Arbeit der Einrichtung zum Wohl der Kinder. Er sei stolz auf diese vorbildliche Kita. Und am Ende aller Mühen sei die Einrichtung jetzt umso schöner.

Zuvor hatte Kita-Leiterin Anna Schwill noch einmal an den Schock erinnert, als klar wurde, welche Ausmaße der Wasserschaden nach dem Bruch einer Hauptzuleitung auf das Gebäude hat, und sie dankte allen, die sowohl für eine schnelle Umsetzung des Notfall-Betreuungsplans für die 50 Kinder als auch die Sanierung des Gebäudes gesorgt hätten. Das gehört der Gemeinde Oberneisen. Deren Ortsbürgermeister Peter Pelk freute sich über den neuen Glanz in den hellen Räumen der Kita zusammen mit seinem Amtskollegen Horst Ackermann aus Netzbach, deren Kinder ebenfalls in Oberneisen betreut werden. Eine Endabrechnung liege zwar noch nicht vor, aber Pelk erinnerte an geplante Neubauten andernorts in Millionenhöhe, während die neu strahlende Einrichtung in Oberneisen maximal etwa 300.000 Euro kosten dürfte. Wichtig sei den Gemeinden auch die neue Küche, damit für die Kinder frisch gekocht werden kann.

Dem Dank für die geglückte Sanierung schlossen sich Rebecca Rentz vom Kirchenvorstand, Dominik Dech vom Elternausschuss und Architektin Sonja Meffert an, die eine Gießkanne mitbrachte, mit der aber nur das Gartenbeet gegossen werden soll. Das Kita-Team dankte Anna Schwill und deren Stellvertreterin Jillian Rojahn für ihren Einsatz: „Wir schätzen es sehr, dass wir so starke Frauen als Leitung haben“.

Der fröhlichste Dank zum Wiedereinzug am vertrauten Platz kam von den Kindern selbst, die in ihren Liedern immer wieder ein lautes Danke erklingen ließen.

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