Eichenprozessionsspinner

Das Ordnungsamt informiert: Eichenprozessionsspinner

Im Frühsommer kommt es oft zu ungewollten Begegnungen zwischen Menschen und Raupen. Gefährlich wird es, wenn es sich bei den Tieren um die in Deutschland immer häufigeren Eichenprozessionsspinner handelt.

Die Raupen sind von Brennhaaren überzogen, die leicht abbrechen und allergische Reaktionen auslösen können. Neben heftigem Juckreiz kann der Kontakt mit den Härchen zu Nesselsucht und in Einzelfällen sogar zu einem allergischen Schock führen. Beim Einatmen herumfliegender Härchen drohen zudem Atembeschwerden wie Bronchitis. Wer sich nach dem Kontakt mit den Raupen unwohl fühlt oder großflächig Ausschlag entwickelt, sollte sicherheitshalber zum Arzt gehen. Tritt ein allergischer Schock auf, hilft der Rettungsdienst unter 112.

Die weißen Gespinste von Eichenprozessionsspinnern ähneln einem Nest, das am Stamm des Baumes hängt. Meist befinden sie sich an Eichen, wie der Name der Raupen verrät. In Jahren, in denen sich die Tiere besonders stark vermehren, weichen sie jedoch auf andere Bäume wie Buchen aus. Die Raupen sind zu Beginn ihres Lebens gelblich-braun, mit zunehmendem Alter verfärben sie sich jedoch graublau bis schwarz. Sie können bis zu fünf Zentimeter groß werden, dabei ist ihr Körper vollständig mit Brennhaaren bedeckt. Die Raupen ziehen in teils großen Gruppen über die Gehölze und fressen sie kahl. Auf der nächtlichen Futtersuche bilden sie lange Ketten, die sogenannten Prozessionen.

 Wir weisen darauf hin, dass in den Waldgebieten der Ortsgemeinde Hahnstätten „Nußberg“, „Gärtcheshecke“, „Auf dem Kasten“, „Pfarrwald“ sowie „Karsten“ massiver Befall des Eichenprozessionsspinners gemeldet wurde. Wir bitten dort besonders vorsichtig zu sein, ein Betreten erfolgt auf eigene Gefahr.

Die Nester harmloser Gespinstmotten ähneln denen der Eichenprozessionsspinner:

Gespinstmotten bilden Nester, die komplette Bäume und Büsche wie weiße Schleier überziehen. Sie finden sich vor allem auf Traubenkirschen, aber auch auf Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln und Weiden. In Ausnahmefällen können auch Obstbäume betroffen sein.

Die kleinen Raupen sind im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinnern komplett unbehaart und gelblich gefärbt mit schwarzen Punkten. Sie verpuppen sich schnell, daher können die von ihnen kahl gefressenen Gehölze ab Ende Juni wieder austreiben.

Sollte Ihnen ein Nest des Eichenprozessionsspinners auffallen, melden Sie dies umgehend beim zuständigen Ordnungsamt.

Lars Laeven: 06486/9179-201

Tobias Webels: 06486/9179-202

Ralf Heckelmann:  06486/9179-200

 -Örtliche Ordnungsbehörde-

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