21. Kartoffelfest in Bremberg

Köstlichkeiten vom Erdapfel in Bremberg

Bremberg.

Zum 21. Kartoffelfest hatten Gisela und Edmund Klöppel, ihre Tochter Bianka und die Bremberger Interessengemeinschaft Kartoffelfest eingeladen. Und: Die Menge der verarbeiteten Kartoffeln hat sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal erhöht: 12 Zentner Kartoffeln verarbeiteten die Initiatoren des Bremberger Kartoffelfestes. Unglaublich, welchen Zuspruch das Fest in den letzten Jahren erfuhr. Gisela Klöppel war der Auffassung, dass das herrliche Wetter die Menschen herausgehen und die noch verbleibenden herbstlichen Feste genießen lässt. Jedoch – in Bremberg geht es wohl auch um das Essen. Eine Speisekarte mit dem Motto in Einricher Dialekt „Goure Hunger unn vill Dorscht“ – was „Guten Hunger und viel Durst“ bedeutet, tat kund, dass die seit Jahren geliebten Gerichte wieder zum Genießen bereitstanden. Geduldig harrten die Besucher des Bremberger Kartoffelfestes im Sonnenschein in der Schlange vor den Pfannen mit brutzelnden Köstlichkeiten, vor den Ständen mit Kartoffelsalat und Fleischwurst, Kartoffelsuppe, Klößen mit Soße oder Pellkartoffeln mit Dipp, alles selbst gemacht, aus, bis sie an die Reihe kamen. Spitzenreiter – wie in jedem Jahr – waren die berühmten Bremberger „Gedoffelplätzjer“. Hier standen die Wartenden eine halbe Stunde an. „Mehr als zehn Frauen schälten schon am Vorabend Kartoffeln und trafen Vorbereitungen“, so Gisela Klöppel. Dennoch: Die Kartoffeln reichen immer nicht. So saß sie mitten im Geschehen mit einer Nachbarin im Hof und schälte weiter Kartoffeln. Es handelt sich um eine vorwiegend festkochende der Sorte „Laura“. Sehr schön anzusehen schon im Korb mit einer roten Schale. Die Qualität wurde gelobt. Sie kamen von einem großen Bauernhof aus Herold, die Wurst von einer Katzenelnbogener Metzgerei.

Die Gäste an den Sitzgarnituren, die Tische kunstvoll und liebevoll dekoriert, saßen dicht gedrängt im Sonnenschein.  Die köstlichen von Hand gemachten Kartoffelspezialitäten wurden genossen.  Fast die gesamte Dorfbevölkerung ist für das Kartoffelfest tätig. Der Einsatz dieser ehrenamtlich tätigen Menschen muss gelobt werden. Ein Sonntag zum Ausruhen ist das für sie nicht.  Am Nachmittag gab es selbstverständlich auch Kaffee und Kuchen. 43 verschiedene Sorten standen bereit, alle von den Frauen aus Bremberg selbst gebacken.

Das Fest begann mit einem Gottesdienst mit Pfarrerin Antje Dorn. Um den Hof von Familie Klöppel herum auf dem Dorfplatz konnten in diesem Jahr schöne Verkaufsstände aufgesucht werden. Die Kinder freuten sich unter anderem über die Hüpfburg und zeigten großes Interesse am „Lernort Natur“-Mobil, an der rollenden Waldschule. Zum Thema „Natur und Wild zum Anfassen beantwortete Rolf Friedrich geduldig jede Frage.

Über die Verwendung des Erlöses des Kartoffelfestes entscheiden die Mitglieder der Interessengemeinschaft Kartoffelfest zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam. Bisher wurde das Geld für Belange der Gemeinde verwendet, es gab eine große Spende für neue Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz, aber auch leukämiekranke Kinder zum Beispiel kamen schon in den Genuss des Erlöses.

Bildquelle: Uschi Weidner

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